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Baunscheidt-Therapie
Das Baunscheidtverfahren als ausleitendes Heilverfahren ist kaum bekannt.
Das Baunscheidtverfahren gehört zu den "Pustulantien",
d.h. Hautreizmethoden, die einen künstlichen Hautausschlag
bewirken und von alters her in der Medizin verwendet wurden.
Es regt die Stoffwechseltätigkeit und Organfunktionen an, aktiviert das Immunsystem,
stimuliert das Hormonsystem und wirkt allgemein kräftigend.
Anwendungsgebiete:
> Arthrose
> Arthritiden (gelenkfern)
> Gicht (gelenkfern)
> Wirbelsäulensyndrome
> Morbus Bechterew (paravertebral der Wirbelsäule)
> M. Scheuermann (paravertebral der Wirbelsäule)
> Posttraumatische Beschwerden(Rippenprellungen
> Schleudertrauma, etc.)
> Bandscheibenleiden
> Funktionelle Skoliosen
> Lumbago
> Schulter-Arm-Syndrom (+ angrenzende Muskeln)
> Tendovaginitis(+ Sehnen und Muskelgruppen)
> Schmerzen bei degenerativen Veränderungen der
Wirbelsäule und der Gelenke
Behandlungsmethode:
Mittels des Schnäppers, eines Nadelsinstrumentes, dringen die Nadeln 1-2 Millimeter
tief in die Haut ein.
Dieser Hautreiz wird noch gesteigert durch das Oleum Baunscheidt,
dessen ursprüngliche Zusammensetzung bis heute ein Geheimnis ist.
Die Nadelung ruft eine nachfolgende Veränderung und Steigerung der
Nerventätigkeit und Anregung des Stoffwechsels hervor, die zur Wiederherstellung
der normalen Organtätigkeit und damit der Gesundheit dient.
Im allgemeinen stellt sich kurz nach der Nadelung ein
wohltuendes behagliches Wärmegefühl ein. Der Blutumlauf wird
beschleunigt, die Hautausdünstung wird gesteigert, die Schmerzen nehmen ab und die Schlafstörungen gehen zurück.
Geschichtlicher Hintergrund
Diese spezielle Methode wurde vom Feinmechaniker Carl
Baunscheidt vor etwa 100 Jahren entwickelt.
Er baute sich hierfür ein besonderes Nadelinstrument,ein Gerät mit 33 feinen Nadeln auf einer Scheibe und einer Spiralfeder,
den sogenannten "Lebenswecker" und verwendete ein hautreizendes Öl,
dessen Originalrezeptur nicht mehr bekannt ist.
Mit Nachdruck sei allerdings vor einer Selbstbehandlung gewarnt.
Mangelndes und fehlendes medizinisches Wissen können den Lebenswecker
in der Hand eines Laien eher zu einer Gefahr für die Gesundheit werden lassen.