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Sensomotorische Körpertherapie
DER KÖRPER WIRD UNS BEWUSST
Zu den meisten unbewussten Fehlhaltungen gehören unter
anderem:
> Rundrücken, vorgezogene Schultern
(eventuell Rücken-, Kopfschmerzen, etc.)
> hochgezogene Schultern
(eventuell Nacken-, Schulter-, Rücken-,
Kopfschmerzen, etc.)
> Hohlkreuz
(eventuell Rücken-, Beinschmerzen, etc.)
> Schiefer Hals
(eventuell Schwindel, Kopf-, Nacken-, Schulter-,
Rückenschmerzen)
> nach vorn gezogener und dann in den Nacken gelegter Kopf
(eventuell Schwindel, Migräne, Rückenschmerzen)
> Schiefes Becken (z.B nach vorn oder hinten gestellt, zur Seite
hoch gezogen etc.)
> Nach außen- oder innenrotierte/gestellte Füße
(dadurch oft Holhlkreuz)
Solange unser Körper funktioniert, sind uns falsche Haltungs-
und Bewegungsmuster weitgehend nicht bewusst. Doch jede Art
von Muskelverspannungen, blockieren die normale, leichte Bewegung
unseres Körpers.
Die falsche Wahrnehmung unseres Körpers - die sogenannte
sensomotorische Amnesie (Thomas Hanna)-, setzt sich zwischen
dem Mensch und seiner Umwelt fort. Das hat zur Folge, das der
Mensch sein Potenzial körperlich, sozial und geistig nicht
voll entfalten und erleben kann.
Auf zu viele, zu starke oder langandauernde Kontraktionen, Verspannungen
oder Verklebungen in der Muskulatur und im Bindegewebe reagiert
der Körper meisten erst mit dem Signal Unwohlsein (in Japan
sagt man: Halbkranke), dann mit Schmerz.
Je bewusster wir unseren Körper wahrnehmen, desto schneller
können wir auf ihn eingehen.
Bei der sensomotorischen Körpertherapie werden
Haltungs- und Bewegungsfehler, Muskelverspannungen, Veklebungen
im Bindegewebe und Energieblockaden rechtzeitig erkannt, bereits
im Anfangsstadium gelöst und somit chronischen Schmerzen vorgebeugt.
Die Methoden der sensomotorischen Körpertherapie:
1. Hanna-Somatics: Mit dieser Methode werden zunächst falsche Haltungs- und
Bewegungsmuster des Patienten festgestellt. An den betroffenen
Körperregionen werden dann systematische, koordinierte Streckungen
mit kontrolliertem Gegendruck durchgeführt. Dadurch werden
ständig unbewusst angespannte Muskeln, die zu den Fehlhaltungen geführt haben, wieder langsam entspannt.
Diese Übungen dienen gleichzeitig der Überwindung der "senso-motorischen
Amnesie" (Hanna): Das Gehirn wird daran erinnert, wie sich Muskeln anfühlen, die
lange nicht mehr eingesetzt wurden. Der Patient kann den Muskel
wieder bewusst entspannen und schmerzfrei bewegen - falsche Funktionsmuster werden
durch richtige ersetzt.
3. Somatische Übungen, mit dem
Focus auf das individuelle Haltungs- und Bewegungsmuster und
die im Alltag in unbewusster Dauerkontraktion gehaltenen Muskeln.
Damit wird gelernt, sich seinen Körper wieder bewusst zu
machen: Fehlhaltungen aufzulösen, vergessene Muskeln wieder
zu spüren und bewusst im Alltag einzusetzen und zu bewegen.
2. Myogelosen- oder Triggerpunkte (Myogelosen = Muskelverhärtungen = Triggerpoints)
sind als punktuelle Verhärtung im Muskel tastbar und können die Bewegungsfreiheit schmerzhaft einschränken.
Bei der Behandlungstechnik werden durch hohen, oft schmerzhaften, Druck auf den entsprechenden Trigger-Point
die Verklebungen und Verhärtungen gelöst, damit der Muskel sich wieder entspannen
und frei bewegen kann.
4. Shiatsu >>>